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Ein LASK-Fußballer im roten Trikot mit der Nummer 7 feiert freudig mit seitlich ausgestreckten Armen während des historischen Comebacks gegen Celtic

LASK gegen Celtic: Was das historische Comeback für Marke, Medien und Sportmarketing bedeutet

Ein 0:4 dreht sich nicht jeden Tag in ein 5:4. Und schon gar nicht gegen Celtic. Was der LASK in Linz geschafft hat, ist deshalb mehr als eine spektakuläre Aufholjagd: Es ist genau jene Art von Sportmoment, die sich nicht planen, aber sehr wohl in eine starke Markengeschichte übersetzen lässt.

Denn während Vereine viel Zeit und Budget in Kampagnen, Content und Sponsoring-Aktivierungen investieren, entstehen die stärksten Geschichten manchmal auf dem Platz – in 120 Minuten, die plötzlich weit über das Stadion hinausreichen. Der LASK hat mit dem Comeback nicht nur erstmals die Champions-League-Ligaphase erreicht. Der Klub hat einen Moment geschaffen, über den Fans, Medien, Partner und ein internationales Publikum sprechen können.

Was macht einen solchen Moment medial so wertvoll? Warum funktioniert das Underdog-Narrativ rund um den LASK gegen Celtic so gut? Und vor allem: Wie kann aus einem außergewöhnlichen Fußballabend langfristiger Markenwert entstehen?

Genau darum geht es beim Blick auf das „Wunder von Linz“ aus Sicht des Sportmarketings.

Steckbrief zum Spiel

Spiel LASK – Celtic
Ergebnis (Rückspiel) 5:1 n.V.
Hinspiel Celtic – LASK 3:0
Gesamtergebnis LASK 5:4
Wettbewerb Champions-League-Play-off
Bedeutung Erste Champions-League-Ligaphase der LASK-Geschichte
Auslosung Ligaphase 27. August 2026, 18:00 Uhr
Beginn Ligaphase 8. September 2026

LASK gegen Celtic: Die Zahlen erzählen nur die halbe Geschichte

Es war einer der denkwürdigsten Abende in der Geschichte des österreichischen Fußballs. Der LASK hat das Play-off-Rückspiel der Champions League gegen Celtic Glasgow mit 5:1 nach Verlängerung gewonnen und sich damit erstmals in der Klubgeschichte für die Ligaphase der Königsklasse qualifiziert.

Der Reihe nach: Celtic gewann das Hinspiel in Glasgow mit 3:0. Im Rückspiel brachte Celtic-Kapitän Callum McGregor die Gäste in der 21. Minute mit 1:0 in Führung – der Gesamtrückstand für den LASK betrug damit 0:4. Was dann folgte, war eine Aufholjagd, die ihresgleichen sucht: Moses Usor verkürzte noch vor der Pause (32.), Robert Ljubičić traf direkt nach Wiederanpfiff zum 2:1 (48.), Samuel Adeniran erhöhte auf 3:1 (58.), und in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit erzielte Florian Flecker das 4:1 – das Gesamtergebnis stand damit 4:4, das Spiel ging in die Verlängerung. In der 109. Minute war es erneut Samuel Adeniran, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das 5:1 und damit das historische 5:4 im Aggregate besiegelte.

LASK-Spieler bejubeln das historische Comeback gegen Celtic

Die UEFA selbst ordnete das Comeback als „extraordinary“ ein und bestätigte, dass der LASK damit erstmals die Ligaphase der Champions League erreicht hat.

Der sportliche Wert des Erfolgs ist offensichtlich. Für das Sportmarketing ist aber eine andere Frage noch interessanter: Warum verbreiten sich manche Sportmomente weit über die eigentliche Fangemeinde hinaus?

Warum aus einem Fußballergebnis plötzlich eine Geschichte wird, die jeder versteht

„LASK gewinnt 5:1 gegen Celtic“ – das ist ein Ergebnis. „LASK dreht einen 0:4-Gesamtrückstand gegen Celtic“ – das ist eine Geschichte. Der Unterschied liegt im narrativen Kern.

Die zweite Formulierung enthält bereits alles, was eine gute Geschichte braucht: eine Ausgangslage mit drohender Niederlage, einen Wendepunkt, überraschende Entwicklung und eine finale Auflösung. Genau das macht den Abend von Linz für Medien und soziale Netzwerke so attraktiv. Eine solche Geschichte lässt sich in einer Headline, einem Video-Clip oder einem Social-Media-Post verdichten – sie ist sofort verständlich, auch für Menschen, die mit dem österreichischen Fußball wenig anfangen können.

Entscheidend ist die Dramaturgie: Der LASK stand nicht nur mit 0:3 aus dem Hinspiel im Rücken, sondern lag im Rückspiel durch McGregors frühen Treffer sogar mit 0:4 im Gesamtergebnis zurück. Dass eine Mannschaft aus einer solchen Situation zurückkommt, ist eine Geschichte, die sich praktisch selbst erzählt.

Wie aus einem 0:4-Rückstand innerhalb von Minuten wieder Hoffnung und dann Selbstvertrauen wurde

Was an diesem Abend in Linz passierte, war nicht nur ein sportliches Ereignis – es war ein psychologisches Lehrstück. Der LASK hatte bereits vor dem Spiel mit einer scheinbar aussichtslosen Ausgangslage zu kämpfen. Sportdirektor Dino Buric formulierte es vor dem Rückspiel so:

Aufgeben gibt es nicht. Wir müssen sicher noch einen Tick mutiger auftreten.

— Dino Buric, Sportdirektor LASK

Doch das frühe 0:1 durch McGregor hätte den letzten Funken Hoffnung ersticken können. Stattdessen geschah das Gegenteil. Das Tor von Usor noch vor der Pause – ein „Geschenk“ der Celtic-Defensive – veränderte nicht nur den Spielstand, sondern die gesamte mentale Dynamik. Der LASK glaubte plötzlich an die Möglichkeit des Comebacks, Celtic hingegen begann zu schwanken.

Trainer Dietmar Kühbauer beschrieb den entscheidenden Moment später so:

In der Pause haben wir gesagt, das Spiel verlieren wir heute nicht.

— Dietmar Kühbauer, Trainer LASK

Das schnelle Tor von Ljubičić direkt nach dem Seitenwechsel (48.) war für ihn der „Gamechanger“:

Nach dem 2:1 haben sie großartig gespielt, Celtic war nicht mehr vorhanden.

— Dietmar Kühbauer, Trainer LASK

Auf der anderen Seite lieferte Celtic-Kapitän Callum McGregor eine schonungslose Analyse der psychologischen Verfassung seines Teams. Nach dem Spiel sagte er:

We got what we deserved. I thought we were so passive. All night. We actually looked scared to go and win the game.

— Callum McGregor, Kapitän Celtic

Und weiter:

When you go 1-0 up in the game and it still doesn't settle you, you can't have any excuse, and that's on us.

— Callum McGregor, Kapitän Celtic

Ein Favorit, der verunsichert ist, sobald der Underdog zurückschlägt – genau das machte den Abend für den LASK zu einer Geschichte des wachsenden Selbstvertrauens und für Celtic zu einer des Kontrollverlusts.

Samuel Adeniran, der mit seinen beiden Toren zum Matchwinner wurde, hatte bereits vor dem Rückspiel gesagt: „Im Fußball ist alles möglich“ – und nach dem Spiel rang er mit den Tränen:

Ein Traum ist wahr geworden.

— Samuel Adeniran, LASK

Samuel Adeniran erzielte in der Verlängerung das entscheidende 5:1

Warum eine solche Aufholjagd für einen Klub medial wertvoller sein kann als Wochen gewöhnlicher Fußballkommunikation

Es gibt im Sportmarketing zwei Arten von Inhalten. Die eine ist planbar: Spielankündigungen, Trainingsfotos, Pressekonferenzen, Transfermeldungen. Sie sind notwendig, um den Betrieb am Laufen zu halten, aber sie verpuffen oft schnell. Die andere ist unplanbar – und ungleich wertvoller für die Markenbildung.

Der LASK-Celtic-Abend hatte alle Zutaten für einen solchen außergewöhnlichen Content: dramatisch, unerwartet, emotional, leicht verständlich, historisch und mit einem klaren Zahlen-Narrativ (0:4 → 5:4). Hinzu kommt die Relevanz über die nationalen Grenzen hinaus – Celtic ist ein international bekannter Gegner mit großer europäischer Tradition.

Die Kernthese: Sportmarketing kann Aufmerksamkeit planen. Aber die stärksten Geschichten entstehen oft dort, wo der Sport selbst das Drehbuch schreibt.

LASK gegen Celtic zeigt, warum Earned Media im Sport so mächtig sein kann

Im Marketing wird oft zwischen drei Formen der Sichtbarkeit unterschieden:

Paid Media: Bezahlte Sichtbarkeit – Werbung, Social Ads, klassische Kampagnen.

Owned Media: Eigene Kanäle – Website, Instagram, YouTube, Newsletter, Vereinsmedien.

Earned Media: Dritte sprechen über den Klub, weil die Geschichte relevant ist – Nachrichtenagenturen, Sportmedien, Journalisten, Fans in sozialen Netzwerken.

Der LASK-Celtic-Fall ist ein Paradebeispiel für Earned Media. Die Geschichte wurde nicht beworben, sie verbreitete sich, weil sie es wert war, erzählt zu werden. Reuters berichtete von einem „extraordinary comeback“, die UEFA widmete dem LASK einen eigenen Beitrag, internationale Medien griffen die Story auf.

Earned Media kann eine zusätzliche Glaubwürdigkeit und narrative Qualität erzeugen, die klassische Werbebotschaften nur schwer reproduzieren können. Der entscheidende Unterschied: Die Geschichte wird nicht gekauft, sie wird verdient.

Warum Celtic als Gegner die internationale Geschichte des LASK noch stärker macht

Der LASK hat nicht irgendeinen Gegner besiegt. Er hat Celtic eliminiert – einen Klub mit großer internationaler Bekanntheit, einer langen europäischen Tradition und einer riesigen Fanbase. Celtic brachte als Gegner mit: einen traditionsreichen Namen, Champions-League-Erfahrung und eine etablierte internationale Wahrnehmung.

Dadurch lautet die Geschichte nicht nur: „Österreichischer Klub qualifiziert sich für die Champions League“, sondern: „Österreichischer Klub eliminiert Celtic nach einem 0:4-Gesamtrückstand“. Für ein internationales Publikum ist das wesentlich einfacher zu verstehen und einzuordnen. Das Underdog-Narrativ – der weniger bekannte Klub besiegt den europäischen Traditionsverein – ist eines der wirkmächtigsten im Sport.

Vom österreichischen Spitzenklub zur Champions-League-Bühne – welche neue Markenpositionierung für LASK jetzt möglich wird

Die erstmalige Qualifikation für die Champions-League-Ligaphase verändert die Ausgangsposition des LASK in mehreren Bereichen:

Bereich Effekt
Internationale Sichtbarkeit Der Klub wird künftig mit europäischen Top-Klubs in Verbindung gebracht; die Auslosung am 27. August bringt den nächsten Aufmerksamkeitsschub.
Sponsorenattraktivität Die internationale Bühne kann die Argumentationsbasis für künftige Partnerschaften verbessern.
Spieler-Rekrutierung Die europäische Bühne kann helfen, den Klub für Spieler attraktiver zu positionieren.
City Branding Linz kann vom internationalen Erfolg des Vereins profitieren.

Die Champions-League-Teilnahme schafft neue Argumente für künftige kommerzielle Partnerschaften – wie genau der LASK diese Chancen nutzt, wird sich erst zeigen.

5:1 n.V.! LASK mit Wunder gegen Celtic in Königsklasse

Bodø/Glimt zeigt, wie ein Klub aus einem kleineren Markt internationale Aufmerksamkeit in eine eigene Geschichte verwandeln kann

Der norwegische Klub Bodø/Glimt ist in den letzten Jahren zu einem internationalen Begriff geworden – nicht durch einen einzelnen Abend, sondern durch wiederkehrende Überraschungsmomente in europäischen Wettbewerben. Auch Bodø/Glimt hat in dieser Saison die Champions-League-Ligaphase erreicht. Der Klub aus einem kleinen Markt hat es geschafft, aus wiederholten internationalen Auftritten eine erkennbare Marke aufzubauen: offensiver Fußball, Underdog-Mentalität, europäische Überraschungskraft.

Der LASK steht nun vor einer ähnlichen Chance. Die Frage ist: Kann aus dem „Wunder von Linz“ eine längerfristige internationale Erzählung werden, oder bleibt es ein einzelner, spektakulärer Abend? Der Vergleich mit Bodø/Glimt zeigt, dass es möglich ist, aus einem solchen Moment Kapital zu schlagen – aber es braucht Kontinuität und kluges Storytelling über den einzelnen Abend hinaus.

Der Marketingwert beginnt erst nach dem Schlusspfiff – was LASK aus dem „Wunder von Linz“ machen könnte

Der sportliche Erfolg ist die Grundlage. Die eigentliche Arbeit beginnt danach. Hier einige konkrete, hypothetische Ansätze, wie der LASK den Moment in langfristigen Markenwert übersetzen könnte:

1. Storytelling, das die Dramaturgie nutzt: Nicht „LASK 5:1 Celtic“, sondern „0:4. 120 Minuten. 5:4.“ – das ist die Erzählung, die im Gedächtnis bleibt.

2. Behind-the-Scenes-Content: Die Kabine, die Ansprache des Trainers in der Pause, die Reaktionen der Spieler in den Sekunden nach dem Schlusspfiff – solche Inhalte schaffen eine emotionale Bindung, die über das reine Spielergebnis hinausgeht.

3. Player Stories: Samuel Adeniran ist mit seinen zwei Toren, insbesondere dem entscheidenden Treffer in der Verlängerung, ein natürlicher Protagonist. Seine Aussage nach dem Spiel – „Es war unglaublich emotional für mich. Das bedeutet mir unendlich viel“ – ist der Rohstoff für eine Heldenreise, die sich über Spielberichte hinaus erzählen lässt.

4. Sponsor-Aktivierung: Partner des LASK könnten den Moment für eigene Kampagnen nutzen – etwa mit Limited-Edition-Produkten, Fan-Aktionen oder reaktiven Social-Media-Inhalten, die auf das „0:4 → 5:4“-Narrativ aufbauen.

Was andere Klubs aus dem LASK-Celtic-Abend über Sportmarketing lernen können

Der Abend von Linz liefert einige übergeordnete Erkenntnisse:

Was jetzt auf den LASK wartet – und warum die Champions-League-Auslosung der nächste große Aufmerksamkeitsschub werden kann

Stand nach dem Spiel: Der LASK ist für die Champions-League-Ligaphase qualifiziert. Die Auslosung findet am 27. August 2026 um 18:00 Uhr statt. Die Ligaphase beginnt am 8. September 2026. Mit der Auslosung wird der Name des LASK in einem Atemzug mit europäischen Top-Klubs genannt – das allein sorgt für Aufmerksamkeit.

Die unmittelbare Zukunft des LASK wird entscheidend dafür sein, ob die Geschichte um das „Wunder von Linz“ ein einmaliges Highlight bleibt oder der Beginn einer neuen, nachhaltigen Markenentwicklung ist.

Das Wunder von Linz ist für LASK erst dann ein langfristiger Marketingerfolg, wenn aus einem Abend eine Geschichte wird

Der LASK hat drei Dinge bekommen, die sich nicht einfach kaufen lassen: eine außergewöhnliche sportliche Geschichte, internationale Aufmerksamkeit und einen historischen Champions-League-Moment. Aber daraus entsteht nicht automatisch langfristiger Markenwert.

Ob daraus ein echter Marketingerfolg wird, hängt von einer anderen Frage ab: Versteht es der Klub, diese eine Nacht in eine fortlaufende Geschichte zu verwandeln? Eine Geschichte, die die Marke stärkt, die Beziehung zu den Fans vertieft und den kommerziellen Wert des Vereins nachhaltig erhöht?

Ein 5:1 gegen Celtic dauert 120 Minuten. Die Geschichte dahinter kann für einen Klub dagegen Jahre wirken.

Häufig gestellte Fragen zum LASK-Celtic-Comeback

Wie hat der LASK gegen Celtic gedreht?
Nach einem 0:3 im Hinspiel und einem frühen 0:1 im Rückspiel (0:4 im Gesamtscore) drehte der LASK die Partie durch Tore von Usor, Ljubičić, zweimal Adeniran und Flecker zum 5:1 n.V. und damit 5:4 im Aggregate.

Warum ist die Qualifikation für den LASK historisch?
Es ist die erste Teilnahme des Klubs an der Ligaphase der Champions League überhaupt.

Wann wird die Champions-League-Ligaphase ausgelost?
Die Auslosung findet am 27. August 2026 um 18:00 Uhr statt, die Ligaphase beginnt am 8. September 2026.

Was macht die Geschichte für Sportmarketing so wertvoll?
Sie liefert alle Elemente einer Earned-Media-Story: ein dramatisches Zahlen-Narrativ (0:4 → 5:4), einen bekannten internationalen Gegner und ein starkes Underdog-Motiv.

Was sagte Celtic-Kapitän Callum McGregor nach dem Spiel?
Er kritisierte die Passivität seines Teams und sagte, Celtic habe trotz früher Führung nie die Kontrolle über das Spiel gehabt.

Welcher Klub dient als Vorbild für eine langfristige internationale Markenstrategie?
Der norwegische Klub Bodø/Glimt, der aus wiederholten europäischen Überraschungsmomenten eine erkennbare Marke aufgebaut hat.

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